StadtGartenLexikon

Gemeinschaftsgarten
Sammelbegriff für alle Gartenformen, bei denen die Flächen mehr oder weniger gemeinsam bewirtschaftet werden.

Guerillagärtnern - Guerilla Gardening - Wildgärtnern
Begrünung von Brachland und freien Flächen, die nicht bepflanzt sind, wie Randstreifen oder Verkehrsinseln mit Anpflanz-Aktionen oder dem Werfen von Samenbomben.
Samenbomben sind mit Saatgut gespickte Kugeln aus lehmiger Erde. Sie werden einfach auf das Brach- oder Ödland geworfen.

Interkultureller Garten
Eine besondere Form des Gemeinschaftsgartens: Menschen aus verschiedenen Herkunfstländern bewirtschaften zusammen in Einheiten einen Garten.
Der interkulturelle Garten dient zum Austausch, der Integration und dem Abbau von Vorurteilen.
Hier findet man auch die spannendsten Gemüsearten, die jeder Gärtner aus seiner Heimat mitgebracht hat.
Der erste Garten in dieser Form entstand 1995 in Deutschland in Göttingen.

Mietergarten
Gärten, die in der Regel zu einer Mietanlage gehören und von den  Wohnungsbaugesellschaften angelegt werden.
Die Mieter können die zur Verfügung gestellten Flächen dann nutzen.

Mobiler Garten
Ein Garten in Kisten und Säcken. Der mobile Garten ist immer dann eine Alternative, wenn nicht geklärt ist, ob auf dem Grundstück dauerhaft ein Garten entstehen kann oder der Boden durch seine Geschichte derart belastet ist, dass eine direkte Bepflanzung nicht ratsam wäre. Das bekannteste Beispiel ist sicher der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg am Moritzplatz.

Nachbarschaftsgarten, Kiezgarten
Gemeinschaftsgarten, der von einem Träger, einem Zusammenschluss, einer Stadtteilinitiative angelegt wird.
Jeder kann mitmachen und den Garten mit gestalten.

Schrebergarten
Kleiner Garten, meist innerhalb einer Kolonie, der in der Regel von der Gemeinde verpachtet und von Vereinen verwaltet wird.

Selbsterntegärten
Man übernimmt im Frühjahr ein bereits vorbereitetes Beet bzw. Teilackerfläche und kann den ganzen Sommer über jäten, wachsen, gießen, beim Wachsen zuschauen und natürlich ernten.
Besonders für Anfänger geeignet, da die Ackerfläche nur für eine Saison gemietet werden kann, man kann sich mit anderen Leuten austauschen und selbst Sachen ausprobieren. Nachteil ist, dass Pflanzen, die nicht nur für eine Saison angebaut werden, nicht infrage komme, da im Herbst alles geräumt werden muss.
Diese Art des gemeinsamen Gärtnerns stammt aus Österreich und gibt es schon seit Ende der Achtziger.

Urban Gardening - Urbanes Gärtnern
Begriff für das Gärtnern in der Stadt. Oft als Beschreibung für die neuen Gartenprojekte in der Stadt, die sich durch eine neue Denk- und Sichtweise der gärtnerischen Aktivitäten im städtischen Raum auszeichnen.

Vertical Gardening - Vertikales Gärtnern
Bepflanzung oder Begrünung von Fassaden und Wänden. Da in der Stadt oft nicht genug Boden- oder Balkonfläche vorhanden ist, geht es eben in die Vertikale. Mithilfe von Modulen für das Vertikalen Gärtnern oder einfachen Ideen, wie hochkant aufgestellten Holzpaletten, die bepflanzt werden, ist es möglich mehr Platz für das städtische Grün zu schaffen.

Vertical Farming  -  Vertikale Landwirtschaft
Eine Sonderform der Urbanen Landwirtschaft. Es geht in die Höhe, die Landwirtschaft wird nicht mehr auf dem Ackerboden, sondern auf den verschiedenen Ebenen in städtischen Hochhäusern betrieben.